
Der gefährlichste Zahn ist oft der, der völlig symptomlos ist
20. April 2026
Der gefährlichste Zahn ist oft der, der völlig symptomlos ist
20. April 2026Ihr eigener Zahn als Knochenmaterial:
Warum wir als erste Praxis Österreichs auf den Tooth Transformer® setzen.
Wenn ein Zahn gezogen werden muss, ist das selten ein angenehmer Moment. Aber was, wenn dieser Zahn nicht einfach entsorgt wird – sondern als wertvolles biologisches Material für Ihre eigene Heilung dient? Genau das macht der Tooth Transformer®, den wir als erste Zahnarztpraxis in Österreich in unserer Ordination einsetzen.

Warum Knochenaufbau bei Implantaten so oft notwendig ist
Ein Implantat braucht Halt – und Halt braucht Knochen. Das klingt simpel, ist in der Realität aber eine der größten Herausforderungen der Implantologie. Denn sobald ein Zahn fehlt, beginnt der Kieferknochen an genau dieser Stelle, sich abzubauen. Der Körper folgt dem Prinzip „use it or lose it": Knochen, der keine Belastung mehr erfährt, wird vom Körper schrittweise rückgebaut.
Das bedeutet: Je länger ein Zahn fehlt, desto weniger Knochen steht für ein Implantat zur Verfügung. Aber auch direkt nach einer Extraktion kann die Situation anspruchsvoll sein – etwa wenn der Zahn bereits durch Entzündung, Parodontitis oder einen Unfall Knochenmasse verloren hat.
Schätzungen aus der Fachliteratur zeigen, dass rund drei von vier Implantationen begleitende knochenaufbauende Maßnahmen erfordern. Knochenaufbau ist damit kein Ausnahmefall – sondern Standard in der modernen Implantologie.

Bisherige Methoden und ihre Grenzen
Lange Zeit standen Zahnärztinnen und Zahnärzte vor einer überschaubaren Auswahl: körpereigener Knochen aus dem Kinn, Kieferwinkel oder der Hüfte, Knochen tierischer Herkunft (meist Rind oder Schwein) oder synthetische Knochenersatzstoffe. Jede dieser Methoden hat ihre Berechtigung – und ihre Grenzen.
Autologer Knochen (körpereigen)
Goldstandard in der Regeneration, weil der Körper das eigene Material am besten annimmt. Der Haken: Das Material muss an einer anderen Stelle des Körpers entnommen werden – Kinn, aufsteigender Kieferast oder sogar Beckenkamm. Das bedeutet einen zweiten Eingriff, eine zweite Wunde, längere Erholungszeit und entsprechende Risiken.
Xenogene Materialien (tierischer Herkunft)
Bovines (Rind) oder porcines (Schwein) Knochenersatzmaterial ist gut untersucht und weit verbreitet. Für Patientinnen und Patienten, die aus religiösen, ethischen oder biologischen Gründen kein tierisches Material verwenden möchten, ist es jedoch keine Option. Zudem handelt es sich um körperfremdes Material, das der Körper lediglich toleriert – nicht aktiv nutzt.
Synthetische Knochenersatzstoffe
Hydroxylapatit-basierte oder alloplastische Materialien sind reproduzierbar herstellbar und gänzlich tierfrei. Sie wirken aber primär osteokonduktiv – das heißt, sie bieten dem wachsenden Knochen eine Gerüststruktur an, initiieren das Knochenwachstum jedoch nicht aktiv aus sich heraus.
„Biologisch denken bedeutet: das Beste nehmen, was ohnehin vorhanden ist. Und im besten Fall ist das der Zahn selbst."
Was ist der Tooth Transformer®?
Der Tooth Transformer® ist ein patentiertes Medizingerät des italienischen Unternehmens TT Tooth Transformer SRL, das auf Grundlage jahrzehntelanger knochenbiologischer Forschung entwickelt wurde. Das Prinzip klingt auf den ersten Blick verblüffend – ist aber solide wissenschaftlich belegt:

Das Grundprinzip
Zähne und Knochen sind aus sehr ähnlichen Materialien aufgebaut: hauptsächlich Hydroxylapatit (HA) und Kollagen Typ I. Dentin – die Hauptsubstanz eines Zahnes – enthält dieselben morphogenetischen Proteine (BMP-2) und Wachstumsfaktoren, die der Körper für die Knochenregeneration benötigt.
Der Tooth Transformer® führt den extrahierten Zahn durch einen automatisierten Prozess aus Reinigung, Desinfektion, chemischer Demineralisation und Sterilisation. Das Ergebnis: ein steriles, kalibriertes Granulat aus körpereigenem Dentinmaterial – fertig zur Anwendung als Knochenersatzmaterial.
Durch die Demineralisation wird die Kristallinität des Hydroxylapatits gezielt reduziert – genau so, dass Wachstumsfaktoren und morphogenetische Proteine freigesetzt werden und das Material osteoinduktiv wirkt: Es regt den Körper aktiv zur Knochenneubildung an.
Mehrere unabhängige klinische und Laborstudien – publiziert u.a. in peer-reviewten medizinischen Fachzeitschriften – haben die Biokompatibilität und das osteoinduktive Potenzial des so gewonnenen Materials bestätigt. Die Behandlung mit dem Tooth Transformer® verändert die biologischen Eigenschaften des Dentins nicht negativ.
Wie läuft das in der Praxis ab?
Extraktion
Mahlen
Aufbereitung im TT Transformer®
Sofortige Anwendung
Natürliche Heilung
Die Vorteile im Überblick
100% körpereigen
Das Material stammt vom Patienten selbst – perfekte Biokompatibilität, keine Immunreaktionen, keine Abstoßung.
Osteoinduktiv
Das aufbereitete Dentin enthält Wachstumsfaktoren und morphogenetische Proteine, die die Knochenneubildung aktiv anregen.
Kein zweiter Eingriff
Keine Materialentnahme am Kinn oder an der Hüfte. Extraktion und Knochenaufbau finden in einem einzigen Termin statt.
Kein Fremdmaterial
Für Patientinnen und Patienten, die aus ethischen, religiösen oder biologischen Gründen auf tierische oder synthetische Stoffe verzichten möchten.
Tierfrei und vegan
Keine bovinen, porcinen oder anderen tierischen Bestandteile. Das Material ist ausschließlich autologes Humanmaterial.
Direkt verfügbar
Aufbereitung in der Ordination, innerhalb von 30 Minuten. Kein Versand, kein Labor, keine Wartezeit zwischen Extraktion und Knochenaufbau.
Wissenschaftlich belegt
Mehrfach in klinischen Studien untersucht und publiziert. Das osteoinduktive und osteokonduktive Potenzial ist wissenschaftlich gut dokumentiert.
Erste Praxis in Österreich
Dr. Salfinger setzt als erster Zahnarzt in Österreich dieses Verfahren ein – und bringt damit modernste Regenerationsmedizin in das Salzkammergut.

Häufige Fragen zum Knochenaufbau mit dem Tooth Transformer®

Mein Fazit als Zahnarzt
Die Möglichkeit, den eigenen Zahn eines Patienten direkt in körpereigenes Knochenmaterial umzuwandeln, fasziniert mich seit ich das erste Mal davon gehört habe. Es ist konsequent biologisch gedacht: kein Fremdmaterial, kein zweiter Eingriff, keine unnötige Belastung des Körpers.
Gerade in einer Praxis, die nach dem Swiss Biohealth Concept arbeitet, ist der Tooth Transformer® ein natürlicher nächster Schritt. Wir denken den Körper als Ganzes, wir arbeiten metallarm und biokompatibel – und jetzt können wir beim Knochenaufbau auf ein Material zurückgreifen, das körpereigener nicht sein könnte.
Die Wissenschaft dahinter ist solide: Dentin und Knochen sind chemisch verwandt, die Wachstumsfaktoren sind vorhanden, die Biokompatibilität ist hervorragend. Was neu ist, ist die Möglichkeit, dieses Material reproduzierbar, steril und ohne großen Mehraufwand direkt in der Ordination herzustellen.
Für Patientinnen und Patienten, die sowieso eine Extraktion vor sich haben und gleichzeitig Knochen aufgebaut werden soll, ist das Verfahren eine echte Bereicherung: weniger Fremdmaterial, mehr körpereigene Regeneration, alles in einem Termin.
Ich freue mich, dass wir diese Möglichkeit als erste Praxis in Österreich anbieten können – und bin gespannt, wie sich das Verfahren in der klinischen Anwendung weiterentwickelt.
