Tooth Transformer® – Knochenaufbau aus eigenem Zahn, Zahnarztpraxis Roitham

Ihr eigener Zahn als Knochenmaterial

17. Mai 2026
Tooth Transformer® – Knochenaufbau aus eigenem Zahn, Zahnarztpraxis Roitham

Ihr eigener Zahn als Knochenmaterial

17. Mai 2026

Festsitzendes Gebiss in einem Tag – wie der digitale Workflow das möglich macht

Face Scan, Smile Design, navigierte OP, 3D-Druck: Was vor wenigen Jahren noch eine Vision war, ist heute klinische Realität. Was hinter dem volldigitalen All-on-X-Konzept steckt – und warum Vorhersagbarkeit der eigentliche Fortschritt ist.

„Ich war überzeugt, das wäre alles aufwendig, teuer und würde Monate dauern." Diesen Satz höre ich oft – von Patientinnen und Patienten, die sich seit Jahren mit schlecht sitzenden Prothesen abfinden oder Zähne verloren haben, die sich nicht mehr retten lassen. Was sie überrascht, wenn sie zu mir kommen: Der Weg zu einem festsitzenden, ästhetischen Gebiss ist kürzer geworden als je zuvor. Nicht trotz moderner Technologie – sondern genau wegen ihr.

Was bedeutet All-on-X eigentlich?


„All-on-X" ist kein Markenname, sondern ein Prinzip: Eine vollständige Zahnreihe – Ober- oder Unterkiefer – wird auf vier bis sechs strategisch gesetzten Implantaten fest verankert. Diese Implantate übernehmen die Funktion der natürlichen Zahnwurzeln und bilden das stabile Fundament für eine verschraubte Brückenkonstruktion.

Das Konzept ist nicht neu. Neu ist, was heute an Planung und Präzision möglich ist, bevor ein einziger Schnitt gesetzt wird. Und genau das verändert alles. 

 

Der volldigitale Workflow – Schritt für Schritt erklärt


Was früher auf Intuition und Erfahrung basierte, ist heute ein durchgeplanter digitaler Prozess. Jeder Schritt baut auf den vorherigen auf – das Ergebnis ist bereits vor der Operation bekannt.

1. Ersttermin: Face Scan, Intraoralscan & 3D-Röntgen

In einem einzigen Termin entsteht das vollständige digitale Ausgangsbild. Ein Face Scan erfasst die Proportionen des Gesichts, der Intraoralscan die genaue Kiefersituation, ein DVT (digitales Volumentomogramm) zeigt Knochen, Nerven und mögliche Implantationspositionen in drei Dimensionen – auf den Millimeter genau.

2. Digitales Smile Design: Das Ergebnis ist vor der OP sichtbar

Auf Basis aller Scans entsteht am Computer das persönliche Smile Design. Form, Farbe und Proportionen der künftigen Zähne werden auf das Gesicht des Patienten abgestimmt. Das Ergebnis ist keine Überraschung – es ist ein gemeinsam abgestimmter Plan, dem beide Seiten zustimmen, bevor die Behandlung beginnt.

3. OP nach exaktem digitalen Plan

Die Implantate werden exakt an den digital geplanten Positionen gesetzt. Mit dem Navigationssystem Navident wird diese Planung während des Eingriffs in Echtzeit auf Ihren Kieferknochen übertragen. Das eliminiert Abweichungen, schützt kritische Strukturen und verkürzt die eigentliche Operationszeit deutlich.

3D-Druck-Provisorium – festsitzend am nächsten Tag

Das Smile Design ist nicht nur ein Bild – es ist die Vorlage für den 3D-Drucker. Bereits am Tag nach der OP wird das Provisorium eingesetzt. Festsitzend, funktionell, ästhetisch – und exakt nach Plan. Das Provisorium bleibt 6 bis 12 Monate, während die Implantate einheilen.

Definitive Versorgung mit Vollkeramik

Nach vollständiger Osseointegration – dem Verwachsen der Implantate mit dem Knochen – wird das Provisorium durch die finale Keramikbrücke ersetzt. Individuell gefertigt, hochästhetisch, dauerhaft. Von natürlichen Zähnen kaum zu unterscheiden.

Das eigentlich Revolutionäre ist nicht die Geschwindigkeit – es ist die Vorhersagbarkeit. Der Patient sieht sein neues Lächeln, bevor die Behandlung beginnt.

Warum der digitale Workflow einen echten Unterschied macht


 

In der klassischen Implantologie war vieles von Erfahrung, Intuition und handwerklichem Können abhängig – und das bleibt natürlich wichtig. Was sich verändert hat: Heute kann ich jedem Patienten vor der OP zeigen, wie das Ergebnis aussehen wird. Nicht als Skizze oder vage Beschreibung, sondern als präzises digitales Modell, das gleichzeitig die Vorlage für das Provisorium ist.

Das hat direkte klinische Konsequenzen. Weil die Planung so genau ist, werden die Implantate exakt dort gesetzt, wo sie langfristig am stabilsten sind – mit optimaler Knochenausnutzung, kontrollierter Belastung, idealem Winkel. Bohrschablonen aus dem 3D-Drucker machen das präzise Umsetzen des Plans ohne Abweichungen möglich.

Wichtig zu wissen: Ein volldigitaler Workflow bedeutet nicht, dass aufwendige Knochenaufbauten nie notwendig sind. Ob und in welchem Umfang vorbereitende Maßnahmen sinnvoll sind, lässt sich erst nach der dreidimensionalen Diagnostik beurteilen. Für viele Patientinnen und Patienten ist eine direkte Versorgung ohne Knochenaufbau möglich – aber das erfordert eine ehrliche Bestandsaufnahme.

Für wen eignet sich das Konzept?

All-on-X ist keine Lösung für jeden. Es ist die richtige Lösung für Menschen, die im Ober- oder Unterkiefer keine oder nur noch wenige, nicht erhaltungswürdige Zähne haben – und die sich eine dauerhafte, festsitzende Alternative zu einer herausnehmbaren Prothese wünschen.

Besonders häufig kommen Menschen zu mir, die jahrelang mit schlecht sitzenden Prothesen gelebt haben: Druckstellen, eingeschränkter Kaukomfort, das Gefühl der Unsicherheit beim Essen oder Reden. Das muss nicht so bleiben. Mit einer festsitzenden Versorgung verändert sich nicht nur das Kauen – es verändert sich das Selbstbewusstsein im Alltag.

Was passiert beim Ersttermin?

Der erste Schritt ist eine umfassende digitale Diagnostik: Face Scan, Intraoralscan und 3D-Röntgen in einem Termin. Auf dieser Basis bespreche ich mit jedem Patienten individuell, welche Optionen realistisch sind, wie der Behandlungsplan aussieht – und wie das Ergebnis voraussichtlich aussehen wird. Ohne Druck, ohne Versprechen, die nicht haltbar sind.

Mein Fazit als Zahnarzt


„Was mich an diesem Workflow am meisten fasziniert, ist nicht die Technik selbst – es ist das, was sie für den Patienten bedeutet. Früher war ein Eingriff dieser Größenordnung mit vielen Unbekannten verbunden: Wie wird es aussehen? Wie lange dauert es? Werde ich damit glücklich sein? Heute kann ich jemandem, der seit Jahren mit Prothesen kämpft, beim Erstgespräch zeigen, wie sein Gebiss nach der Behandlung aussehen wird – und zwar bevor wir auch nur einen Schritt weiter gegangen sind. Diese Vorhersagbarkeit ist für mich das eigentliche Versprechen moderner Implantologie. Nicht Tempo, nicht Technologie um der Technologie willen – sondern das Versprechen, dass das Ergebnis kein Zufall ist."

 

Dr. Tobias Salfinger MSc
Zahnarzt, Implantologe & biologische Zahnmedizin
 

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