GANZHEITLICHER ANSATZ

Keramikimplantate aus Zirkonoxid

METALLFREIE ZAHNIMPLANTATE IN UNSERER ORDINATION BEI GMUNDEN

Ein Keramikimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Hochleistungskeramik. In der modernen Implantologie wird dafür vor allem Zirkonoxid verwendet.

Das Implantat wird in den Kieferknochen eingesetzt und kann nach der Einheilung eine Krone, Brücke oder einen anderen implantatgetragenen Zahnersatz tragen.

Keramikimplantate sind metallfrei und besitzen eine helle, zahnähnliche Farbe. Sie stellen damit insbesondere für Patientinnen und Patienten, die bewusst eine metallfreie Versorgung wünschen, eine Alternative zu Titanimplantaten dar.

 

In unserer Ordination in Roitham am Traunfall bei Gmunden verwenden wir sowohl Keramikimplantate als auch Titanimplantate. Welches Material geeignet ist, entscheiden wir anhand der individuellen Ausgangssituation und der geplanten Versorgung.

→ Allgemeine Informationen über Zahnimplantate und Implantologie

Woraus bestehen Keramikimplantate?

Moderne Keramikimplantate bestehen überwiegend aus Zirkonoxid (Zirkoniumdioxid). Dabei handelt es sich um eine Hochleistungskeramik, die sich durch hohe Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und gute Biokompatibilität auszeichnet.

Anders als Titan besitzt Zirkonoxid eine weiße Farbe. Das kann insbesondere bei dünnem Zahnfleisch und im sichtbaren Frontzahnbereich ästhetisch vorteilhaft sein.

Welche Vorteile haben Keramikimplantate?

Keramikimplantat oder Titanimplantat?

Keramik und Titan sind zwei unterschiedliche, etablierte Materialien für Zahnimplantate.

Titan besitzt die längste klinische Erfahrung in der Implantologie und bietet eine sehr große Auswahl an Implantatformen, Durchmessern und prothetischen Komponenten.

Zirkonoxid ermöglicht dagegen eine metallfreie und aufgrund seiner weißen Farbe ästhetisch interessante Versorgung.

Die Entscheidung sollte deshalb nicht pauschal nach „besser“ oder „schlechter“ getroffen werden. Entscheidend sind unter anderem Knochenangebot, Implantatposition, geplante prothetische Versorgung und die persönlichen Wünsche des Patienten.

→ Keramikimplantate und Titanimplantate vergleichen

Keramikimplantat setzen lassen — so läuft die Behandlung ab

Von der ersten Untersuchung bis zum fertigen Implantat begleiten wir Sie durch jeden Schritt — transparent, schonend und mit modernster Technologie in unserer Ordination in Roitham bei Gmunden.

SCHRITT 1


3D-Röntgen und digitaler Intraoralscan — Grundlage jeder Implantatplanung

Bevor ein Keramikimplantat gesetzt werden kann, analysieren wir Ihre Kieferknochenstruktur mit einem digitalen Volumentomographen (DVT). Das dreidimensionale Röntgenbild zeigt Knochenhöhe, -breite und die Lage kritischer Strukturen wie Nervkanäle und Kieferhöhle — auf den Millimeter genau. Ergänzend erfassen wir Ihre Zahnstellung mit einem digitalen Intraoralscan, der eine präzise Kronenplanung ohne konventionellen Abdruck ermöglicht.

SCHRITT 2


Navigierte Implantatplanung und Echtzeitnavigation mit Navident

Auf Basis der 3D-Daten planen wir die optimale Implantatposition am Computer — Tiefe, Achse und Abstand zu Nachbarzähnen werden virtuell festgelegt. Was viele Praxen hier stoppen, führen wir weiter: Mit dem Navigationssystem Navident wird diese Planung während des Eingriffs in Echtzeit auf Ihren Kieferknochen übertragen.

SCHRITT 3


Einsetzen des Keramikimplantats — schonend und präzise

Das Keramikimplantat aus biokompatiblem Zirkonoxid wird unter lokaler Betäubung — optional auch mit Lachgassedierung — exakt in die navigiert geplante Position eingesetzt. Das umliegende Gewebe bleibt so weit wie möglich intakt. In geeigneten Fällen ist ein Sofortimplantat möglich: Extraktion und Implantat in einem Eingriff — Sie verlassen die Ordination ohne Zahnlücke.

SCHRITT 4 - BEI BEDARF


Knochenaufbau — wenn nicht genug Knochenmaterial vorhanden ist

Fehlt ausreichend Kieferknochen für ein stabiles Implantat, führen wir den Knochenaufbau direkt in unserer Ordination durch — häufig gleichzeitig mit der Extraktion des betroffenen Zahns. Das spart einen Eingriff und verkürzt die Gesamtbehandlungszeit erheblich.

Wenn gleichzeitig mit der Extraktion Knochen aufgebaut werden muss, setzen wir als erste Praxis in Österreich den Tooth Transformer® ein: Der eigene gezogene Zahn wird direkt zu körpereigenem Knochenmaterial verarbeitet – ideal als biologische Ergänzung zum Keramikimplantat ohne Fremdmaterialien. 

→ Mehr zum Knochenaufbau und zum Tooth Transformer®

SCHRITT 5 


Implantatversorgung mit Keramikkrone — gefertigt in unserem hauseigenen Labor

Nach der Einheilphase wird mit einem erneuten digitalen Intraoralscan eine individuell gefertigte Keramikkrone geplant. Unser hauseigener Zahntechnikermeister stellt die Krone direkt in der Ordination her — passgenau, ästhetisch, ohne Metallrand. Das Implantat ist damit vollständig versorgt: funktionell wie ein natürlicher Zahn, optisch kaum von ihm zu unterscheiden.

Worauf wir besonderen Wert legen


Häufige Fragen zu Keramikimplantaten

Sind Keramikimplantate wirklich metallfrei?

Ja. Zahnimplantate aus Zirkonoxid bestehen aus keramischem Material und enthalten kein Titan. Auch der darauf befestigte Zahnersatz kann metallfrei ausgeführt werden.

Sind Keramikimplantate genauso belastbar wie Titanimplantate?

Moderne Zirkonoxidkeramiken besitzen eine hohe Festigkeit und werden für Zahnimplantate eingesetzt. Ob ein Keramikimplantat für eine bestimmte Belastungs- und Versorgungssituation geeignet ist, muss jedoch individuell beurteilt werden.

Können Keramikimplantate sofort eingesetzt werden?

Unter geeigneten Voraussetzungen ja. Entscheidend sind unter anderem das Knochenangebot, die Situation nach der Zahnentfernung und die erreichbare Primärstabilität.

Wie lange hält ein Keramikimplantat?

Eine feste Lebensdauer lässt sich nicht angeben. Die langfristige Prognose hängt unter anderem von Knochen und Zahnfleisch, Mundhygiene, regelmäßiger Nachsorge, Belastung und individuellen Risikofaktoren ab.

Können Keramikimplantate eine Periimplantitis bekommen?

Auch das Gewebe um ein Keramikimplantat kann sich entzünden. Gute Mundhygiene und regelmäßige professionelle Kontrollen sind deshalb bei jedem Implantat wichtig.

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Keramik und Titan?

Der offensichtlichste Unterschied ist das Material: Zirkonoxid ist eine weiße, metallfreie Keramik, während Titan ein Metall ist. Darüber hinaus unterscheiden sich die Implantatsysteme und ihre prothetischen Möglichkeiten. Welches Material besser zur jeweiligen Behandlung passt, muss individuell entschieden werden.

Keramikimplantate bei Dr. Tobias Salfinger MSc

Keramikimplantologie ist ein Schwerpunkt unserer Ordination.
Sie interessieren sich für eine metallfreie Implantatversorgung?
Gerne klären wir nach Untersuchung und 3D-Diagnostik, ob ein Keramikimplantat für Ihre individuelle Situation infrage kommt.